"Zwischenrufe gehören dazu"

Rahdener Realschüler zu Gast bei Bianca Winkelmann

Plenarsaal statt Klassenzimmer: Für 41 Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Rahden ging es nun auf Einladung der heimischen Abgeordneten Bianca Winkelmann (CDU) in den Landtag von Nordrhein-Westfalen, wo die Jugendlichen in der gerade stattfindenden Haushaltsdebatte schnell einen Unterschied zum Schulalltag feststellen konnten.

"Warum rufen die Politiker eigentlich ständig dazwischen? In der Schule dürfen wir das immerhin auch nicht", wollte ein Schüler von Bianca Winkelmann in der anschließenden Diskussion wissen und die Landespolitikerin hielt die Frage für sehr berechtigt. "Als ich vor einem Jahr zum ersten Mal in den Landtag eingezogen bin und die ersten Plenardebatten erleben durfte, hat mich das in der Form auch sehr überrascht. Und manch ein Zwischenruf von Landtagskollegen ist mir ehrlich gesagt auch schon sauer aufgestoßen", gab Winkelmann zu. "Doch letztlich muss man sagen, dass Zwischenrufe zu einer lebendigen Demokratie dazugehören, sofern sie anständig sind." In Ausnahmefällen würde der Landtagspräsident auch schon mal eine Rüge oder einen Ordnungsruf aussprechen.

Im Anschluss an die Diskussion, bevor es für die Gruppe in die Düsseldorfer Innenstadt ging, legte die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann den Fokus dann jedoch ausnahmsweise noch auf die Rahdener Kommunalpolitik. Die Schülerinnen und Schüler, die nun im Landtag waren, sind die letzten der Rahdener Realschule, die bekanntlich aufgrund der Sekundarschule ausläuft. Bianca Winkelmann: "Die Abstimmung im Stadtrat über das Ende der gut funktionierenden Realschule zugunsten der Sekundarschule war ohne jeden Zweifel meine schwierigste politische Entscheidung. Doch die Tatsache, dass nur auf diese Weise, sowohl die Realschüler als auch die Hauptschüler bei uns vor Ort in Rahden beschult werden können, hat damals den Ausschlag gegeben."

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