Immer wieder montags

Bianca Winkelmann trifft Hüllhorster Arbeitsgruppe "60 plus"

Es war im September 2008, da tat sich in Hüllhorst eine kleine Gruppe von Senioren zur Arbeitsgruppe "60 plus - fit und aktiv in Hüllhorst" zusammen. Inzwischen sind sie nicht nur ein eingetragener Verein, sondern auch eine feste Größe in der Gemeinde.

Jeden Montag treffen sich die rund 60 Mitglieder im Gemeindehaus in Hüllhorst und hatten beim vergangenen Mal einen politischen Gast dabei. Bianca Winkelmann als direkt gewählte Abgeordnete für den Altkreis Lübbecke, Hille und Petershagen hat im Rahmen ihrer Sommertour bei der Gruppe Station gemacht, um sich über die Aktivitäten zu informieren. Der Verein erhebe keine Beiträge, sondern finanziere sich allein aus Spendenbeiträgen, erklärte Annegret Bartelheimer bei Kaffee, Tee und Keksen.

Die Leiterin erinnerte an die Anfänge der Gruppe: "Wir wollten einen echten Knaller haben." Gefunden haben sie den mit dem Internet-Café. Unterstützt durch Sponsoren wie die Hüllhorster Firma Wortmann, hat es sich die Gruppe "60 plus" auch zur Aufgabe gesetzt, neben Ausflügen und gemeinsamen Treffen Senioren den Umgang mit Technik näher zu bringen. Bianca Winkelmann zeigte sich beeindruckt, als Annegret Bartelheimer von einem 91-Jährigen berichtete, der nun regelmäßig Excel-Tabellen erstellt.

Bevor die Landtagsabgeordnete den Senioren an den Computern über die Schulter schauen durfte, bestand die Möglichkeit zur politischen Diskussion. Angesprochen auf das inzwischen verworfene Medizin-Konzept der Mühlenkreiskliniken positionierte sich Bianca Winkelmann wie damals eindeutig. Insbesondere die Zusammenlegung aller Geburtshilfestationen am Klinikum in Minden, wie ursprünglich vorgesehen, hält sie für nicht hinnehmbar. "Jede Mutter weiß um die außergewöhnliche und schlecht planbare Herausforderung einer Geburt", sagte Bianca Winkelmann und fügte hinzu: "Wie spontan es manchmal kommt und wie wenig Zeit oft bleibt, haben mir die Hebammen aus Lübbecke anhand der Statistiken ganz eindrücklich verdeutlicht. Wenn es nur noch eine Geburtshilfestation in Minden gäbe, würden zwangsläufig einige Kinder aus Dielingen oder Oppenwehe im Fußraum des Autos geboren. Das kann nicht unser Anspruch sein, wenn wir familienfreundliche Politik machen wollen." Bianca Winkelmann setzt nun auf den Verwaltungsrat und hofft auf eine stärkere Einbindung größerer Bevölkerungsgruppen; "Die Bürgermeister wurden damals von der Presse informiert. Das kann es nicht sein."

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