Mika Friederich erlebte spannende Tage

Hiller nahm als Vertreter von Bianca Winkelmann am Jugendlandtag teil

Wie ist das Leben als Abgeordneter? Mika Friederich (16) kann diese Frage nun aus eigener Erfahrung beantworten. Als Vertreter der heimischen Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann hat der Schüler aus Hille am neunten Nordrhein-Westfälischen Jugendlandtag teilgenommen und damit für drei Tage Politik ganz hautnah erleben dürfen.

Gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Nordrhein-Westfalen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren hat er Sitzungen von Fraktion und Ausschüssen besucht, Expertenanhörungen erlebt und am letzten von drei Tagen dann im Plenarsaal über die Anträge abstimmen dürfen. "Die Unterschiede zu meinem Arbeitsalltag in Düsseldorf sind insofern gar nicht so groß", stellte die richtige Abgeordnete Bianca Winkelmann schmunzelnd fest.

Die beim neunten Jugendlandtag diskutierten Themen wurden vorher von jugendlichen Helfern vorbereitet, die selbst einmal Teilnehmer waren. Sie lauteten in diesem Jahr: "Digitalisierungsprojekte an Schulen" und "NRW-Ticket für FSJler und Auszubildende". Darüber hinaus konnten die teilnehmenden Jugendlichen selbst Themen in Form einer "Aktuellen Viertelstunde" beantragen und debattieren.

"Der Jugendlandtag war für mich ein tolles Erlebnis, um einmal hinter die Kulissen des palamentarischen Alltags zu blicken. Auch bekam ich einen umfassenden Eindruck in die Arbeit der Parteien. Besonders war es aber auch, den Landtag mit seinem großen Plenarsaal von innen zu sehen und kennenzulernen", zieht Mika Friederich ein zufriedenes Fazit der Veranstaltung. Daran können auch die langen Sitzungen nichts ändern, die teilweise bis in die Nacht hinein dauerten. "Die Arbeit eines Politikers ist auf keinen Fall zu unterschätzen und man muss sehr viel Zeit mitbringen, um konstruktiv etwas zu erarbeiten. Da die drei Tage sehr abwechslungsreich waren und nie monoton verliefen, fand ich das Leben als "Politiker" gleichzeitig aber auch äußerst spannend."

Positiv bewertet er auch die getroffenen Beschlüsse. Das Besondere daran: Die Ergebnisse der Jugendlichen aus der Plenarsitzung werden kurze Zeit später in den realen Ausschüssen des echten Landtags auf der Tagesordnung stehen.

Nach Worten von Bianca Winkelmann ist das eine ganz wesentliche Grundlage des Jugendlandtages: "Die Veranstaltung ist deshalb mehr als ein klassisches Planspiel. Die Arbeit der Jugendlichen ist nicht umsonst, sondern wird hoffentlich von allen Fraktionen ernst genommen. Ich bin jedenfalls gespannt, mir demnächst die genauen Ergebnisse anschauen zu dürfen."

Gleichzeitig spart die Rahdenerin nicht an Lob für ihre jugendliche Vertretung: "Ich finde es ganz toll, dass Mika sich in so jungen Jahren schon so für Politik interessiert." Der Hiller wurde per Los unter einigen Bewerbern bei Bianca Winkelmann ausgesucht. "Ich verfolge gerne, was hier vor Ort oder in der Welt politisch passiert. Und dann habe ich eines Morgens in der Zeitung von der Möglichkeit erfahren, dass man über Bianca Winkelmann am Jugendlandtag teilnehmen kann", sagt der 16-Jährige, der aufgrund seines Interesse an Politik bereits ein Praktikum beim Mindener Tageblatt absolviert hat.

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