Besseres Klima für Wohnungsbau

Bianca Winkelmann und Kirstin Korte erklären neue Landesbauordnung

Bezahlbarer Wohnraum ist oftmals eine Seltenheit. Und genau dieses Problem packt nach Worten der beiden Minden-Lübbecker CDU-Landtagsabgeordneten Kirstin Korte und Bianca Winkelmann die neue NRW-Landesbauordnung an.

Wer in das sogenannte Baurechtsmodernisierungsgesetz der NRW-Koalition schaut, findet dort eine ganze Reihe von Neuerungen. Entschlackung ist dabei ein zentrales Stichwort. "Nicht alles muss ins letzte Detail vorgeschrieben sein", meint diesbezüglich die Mindenerin Kirstin Korte. "Und deshalb haben wir als CDU gemeinsam mit der FDP die Bauordnung von kostensteigernden und unnötigen Vorschriften befreit und außerdem Bearbeitungsfristen für Bauämter eingeführt. So machen wir Bauen schneller und günstiger, um eine neue Dynamik und ein besseres Klima für Wohnungsbau zu schaffen."

Bianca Winkelmann, Landtagsabgeordnete aus Rahden, möchte gleichzeitig jedoch nicht die neuen Vorgaben im Bereich der Barrierefreiheit unerwähnt lassen: "Barrierefreiheit wird durch die Novelle der Landesbauordnung neuer Standard. Das ist gerade in einer älter werdenden Gesellschaft ein absolutes Muss. Doch auch für Familien kann das von Vorteil sein. Denn Wohnungen, die für Rollstuhlfahrer geeignet sind, bereiten auch Eltern mit Kinderwagen weniger Probleme."

Angesichts von hohen Mieten in einzelnen Städten sieht die neue Bauordnung das Anheben von Nachverdichtungspotenzialen vor. "So ermöglicht die NRW-Koalition eine Entspannung auf den angespannten Wohnungsmärkten", erklärt dazu Kirstin Korte.

Als "überfällige Neuerung" bezeichnet Bianca Winkelmann "gerade für den ländlichen Raum" die Tatsache, dass Terrassenüberdachungen, Balkonverglasungen und Wintergärten bis 30 Quadratmeter in Zukunft keine Baugenehmigungen mehr verlangen: "Das spart Geld und Zeit."

Ebenfalls bleibt das Freistellungsverfahren erhalten, wodurch es für Einfamilienhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser weiterhin – anders als unter rot-grün geplant – keiner Baugenehmigung bedarf.

Abschließend haben Winkelmann und Korte noch eine gute Nachricht für die Kindertagesstätten im Land. Nachdem es vielfach zu Unsicherheiten über das Übernachten in den Einrichtungen gekommen ist, hat die NRW-Koalition die Landesbauordnung nun so geändert, dass die Nutzung der Räume für solche Veranstaltungen nicht baugenehmigungsbedürftig ist.

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