Heimatförderung der Landesregierung geht an den Start

Winkelmann und Korte rufen zur Teilnahme auf

Das Förderprogramm der Landesregierung "Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet" ist in dieser Woche an den Start gegangen: Mit den fünf Elementen Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis fördert die Landesregierung mit rund 150 Millionen Euro bis 2022 die Gestaltung der Heimat vor Ort, in Städten und Gemeinden und in den Regionen.

"Diese Förderung kann auch dem Kreis Minden-Lübbecke zugutekommen", sagen die beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Kirstin Korte und Bianca Winkelmann und würden sich deshalb freuen, wenn so viele wie möglich an dem Programm teilnehmen. Dessen Ziel ist es, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern und die positiv gelebte Vielfalt bei uns in Nordrhein-Westfalen deutlich sichtbar zu machen.

"Unzählige Menschen im Mühlenkreis engagieren sich auf ganz unterschiedliche  Weise ehrenamtlich für ihre Heimat. Und genau für diese Bürgerinnen und Bürger ist es ein starkes Zeichen der Wertschätzung des Landes, wenn sie nun eine stärkere Unterstützung erfahren", meint dazu die Rahdnerin Bianca Winkelmann. Das sieht auch ihre Mindener Kollegin Kirstin Korte so und fügt hinzu: "Wir sind jetzt aufgerufen, uns am Heimatförderungsprogramm zu beteiligen. Je früher wir aktiv werden, desto schneller können die Ehrenamtlichen und letztlich unsere gesamte Region davon profitieren."


Hintergrund:

Die fünf Elemente der Heimatförderung

Die Formulare für eine Antragsstellung und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Heimat-Ministeriums abrufbar: www.mhkbg.nrw/heimat/Heimatfoerderprogramm

  • Heimat-Scheck: Zur unbürokratischen Förderung von Projekten lokaler Vereine und Initiativen, die sich mit Heimat beschäftigen, werden jährlich 1.000 Heimat-Schecks à 2.000 Euro bereitgestellt. „Der „Heimat-Scheck“ kann auch bei uns im Mühlenkreis der Möglichmacher für gute Ideen und kleine Projekte sein, die nicht viel Geld kosten, aber einen großen Mehrwert in der Sache versprechen“, so Kirstin Korte.
  • Heimat-Preis: "Für innovative Heimatprojekte können auch die Kommunen zwischen Porta Westfalica und Stemwede einen vom Land finanzierten Preis ausloben“, erklärt Bianca Winkelmann.  Dieser soll die konkrete Arbeit belohnen und zugleich vorbildliche Praxisbeispiele liefern. Kommunen sollen den Preis vergeben, die Sieger stellen sich anschließend dem Wettbewerb auf Landesebene. Auf der einen Seite können unsere Kommunen vom Land ein Preisgeld von 5.000 Euro erhalten, sofern sie sich per Ratsbeschluss zur Teilnahme entscheiden; auf der anderen Seite kann wiederum der Kreis vom Land ein Preisgeld von 10.000 Euro erhalten, sofern er sich per Kreistagsbeschluss zur Teilnahme entscheidet.
  • Heimat-Werkstatt: Ideen zum Thema Heimat sollen in „Werkstätten“ entwickelt und verwirklicht werden. Jede Region – ob Stadtviertel oder Gemeinde im ländlichen Raum – hat prägende Besonderheiten, mit denen sich Menschen identifizieren. Vertreter von Initiativen und Organisationen, aber auch Bürgerinnen und Bürger direkt sollen sich in einen offenen, identitätsstiftenden Prozess einbringen. Zum Beispiel kann in einer offenen Kreativwerkstatt unter Beteiligung aller Akteurinnen und Akteure ein ortstypisches Kunstwerk verwirklicht werden. Der Diskurs in der Heimat-Werkstatt soll Gemeinsamkeiten herausarbeiten und das lokale Gemeinschaftsgefühl stärken. Zugleich wird mit der Gestaltung der öffentliche Raum aufgewertet. Der aufwändige Prozess wird je Projekt mit mindestens 40.000 Euro gefördert. Empfänger können Kommunen aber auch Private, Vereine und gemeinnützige Organisationen sein.
  • Heimat-Fonds: Initiativen, die ein Heimat-Projekt verwirklichen wollen, sollen durch den Heimat-Fonds unterstützt werden: Für jeden eingeworbenen Euro soll es je einen Euro vom Land dazugeben (bis maximal 40.000 Euro), so dass sich Gutes verdoppelt. Förderfähig sind Projekte von mindestens 5.000 Euro und maximal 80.000 Euro. Die Verwaltung des „Heimat-Fonds“ erfolgt vor Ort über die Gemeinden und Gemeindeverbände. Der Mindestanteil der Kommune beträgt 10 Prozent. Bei Projekten mit mehreren beteiligten Kommunen können im Einzelfall auch Projekte mit einem Volumen über 80.000 Euro gefördert werden. Jetzt sind Initiativen bei uns in Minden-Lübbecke am Zug. 
  • Heimat-Zeugnis: Im Fokus steht die Schaffung und Bewahrung von Bauwerken, Gebäuden oder Orten in der freien Natur, die in herausragender Weise die lokale und regionale Geschichte prägen. Projekte mit einem Volumen ab 100.000 Euro können mit maximal 90 Prozent (Private) bzw. 80 Prozent (Kommunen) unterstützt werden. Antragsberechtigt sind Gemeinden und Gemeindeverbände sowie private und gemeinnützige Organisationen.

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