Umstrukturierungspläne der Mühlenkreiskliniken

Gemeinsame Stellungnahme des CDU-Stadtverbandes Rahden sowie der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Rahden

Die Umstrukturierungspläne der Mühlenkreiskliniken kamen für uns als CDU-Stadtverband und Ratsfraktion überraschend und wir können und wollen sie in keinster Weise hinnehmen. Vor nicht einmal einem Jahr attestierte die Klinikleitung dem gut funktionierenden Standort noch, dass er erhalten bleibt. Nun sollen Innere Medizin, Unfall-und Allgemeinchirurgie sowie die Notaufnahme wegfallen und eine Fachklinik entstehen, was gelinde gesagt weit von dem entfernt ist, was bis vor Kurzem noch versprochen wurde. Viele Bürgerinnen und Bürger in Rahden sind angesichts der Kommunikation zurecht enttäuscht und in Sorge um die medizinische Versorgung.

Die Stadt Rahden und ihr Krankenhaus gehören untrennbar zusammen. Seit über 100 Jahren versorgt die Einrichtung ihre Patienten stationär und trägt aus unserer Sicht ganz wesentlich zur Lebensqualität in der Stadt bei. Deshalb hat die CDU in Rahden in der Vergangenheit auf vielfachen politischen Ebenen daran mitgewirkt, den Standort langfristig zu sichern. Denn es sind, wie wir wissen, keine einfachen Zeiten für die kleineren Krankenhäuser in den ländlichen Räumen. Auch die Mühlenkreiskliniken bleiben von den vielfältigen Entwicklungen im Bereich der Gesundheitspolitik selbstverständlich nicht verschont. Im Falle des Rahdener Krankenhauses war manch eine Entscheidung wie die Zusammenlegung von Stationen wenig erfreulich, sie wurde aber angesichts der besonderen Herausforderungen dieser Zeiten akzeptiert und geschah immer mit dem Anspruch, das Krankenhaus in Rahden zu erhalten. Denn im Bereich der Gesundheit geht es für uns um mehr als Zahlen und Bilanzen.

Sowohl die Rahdener CDU im Einzelnen als auch die Kommunalpolitik in Gänze und nicht zuletzt die Rahdener Bevölkerung im Besonderen haben sich vielfältig dafür eingesetzt, dass der Standort weiterhin existiert und die medizinische Versorgung vor Ort sicherstellt. Durch Fördermittel des Landes, Unterstützung von großzügigen Sponsoren und Finanzierung der Stadt Rahden wurde dort mit viel Aufwand eine von der Bevölkerung geschätzte Portalklinik geschaffen. Erwähnt werden muss in dem Zusammenhang auch das neu geschaffene Ärztehaus, das nicht ohne Grund an diesem Standort in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus entstanden ist und in Zusammenarbeit mit eben diesem ein echtes Leuchtturmprojekt für den ländlichen Raum darstellt.

Die CDU Rahden wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, einen Weg zu finden, um das Krankenhaus Rahden als Haus der medizinischen Grundversorgung in Form der Portalklinik inklusive Notaufnahme zu erhalten. Das sind wir der Bevölkerung in Rahden, aber auch in den anliegenden Städten und Gemeinden schuldig.

Fest steht für uns darüber hinaus, dass dieses Thema angesichts der großen Tragweite ohne jeden Zweifel nicht zur politischen Profilierung geeignet ist. Wir wollen - wie bereits jetzt geschehen - im Schulterschluss mit den anderen Rahdener Fraktionen an einem Strang ziehen, da uns das Rahdener Krankenhaus alle betrifft.

Außerdem fühlen wir uns als CDU Rahden auch den Interessen der Bevölkerung in Lübbecke sowie des gesamten Altkreises verbunden. Es geht hier um die medizinische Versorgung von weit über 100.000 Menschen. Gerade der Wegfall der Geburtsstation in Lübbecke ist von großer Bedeutung. Wir können nicht Familien in Sonntagsreden als unterstützenswert bezeichnen und Müttern gleichzeitig zumuten, Fahrzeiten von rund 50 Minuten nach Minden in Kauf zu nehmen. Außerdem haben wir kein Verständnis für den Wegfall der Urologie am Krankenhaus Lübbecke. Auch hier wollen wir uns mit anderen Parteien und über Rahden hinaus gegen die Pläne der Mühlenkreiskliniken einsetzen.


Bianca Winkelmann MdL, CDU-Stadtverbandsvorsitzende
Guido Peitsmeier, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion

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