Welche Zukunft hat der ländlich geprägte Raum?
Die Christdemokratin stellte sich eingangs den Gästen kurz persönlich vor. Sie sei im Rahdener Land geboren und aufgewachsen, sie kenne also die nördlichste Region von NRW aus eigener Erfahrung sehr gut. Somit seien ihr die Stärken und Sorgen dieser Region sehr wohl bekannt, ebenso die Wünsche und Ängste der Bewohner. Deshalb werde sie in Düsseldorf für die Stärkung der ländlichen Region im Interesse der hier wohnenden Menschen und für den Erhalt der vielen sehr gut aufgestellten mittelständischen Unternehmen sowie Arbeitsplätze kämpfen.
Kritik an Landesentwicklungsplan
Sie ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, dass ihr die Zukunft des ländlichen Raumes sehr am Herzen liege. Und hier spiele der neue Landesentwicklungsplan (LEP) eine entscheidende Rolle. So sprach sie die direkten Auswirkungen des LEP auf den privaten Wohnungsbau und gewerbliche Erweiterungen an. Aber auch die Infrastruktur wie Verkehrs- und Kommunikationswege, schulische Bildungsangebote sowie die Sicherheit der Bewohner sind betroffen, für die künftige Entwicklung sind dies wichtige Standortfaktoren.
Hier wird die Region OWL, für die Bürger schon heute erkennbar, gegenüber dem Ruhrgebiet und Rheinland deutlich benachteiligt. Und das vor dem Hintergrund einer prosperierenden Wirtschaftsregion OWL: Über die Hälfte des Steueraufkommens in NRW wird hier und im südlichen Siegerland erwirtschaftet, dazu liegt die Arbeitslosigkeit in OWL deutlich unter dem Durchschnitt in NRW. Hinzu kommt, dass sich NRW zu einem Monster an Regulierungen und Auflagen entwickelt, so dass immer mehr Menschen hier in ihren Entscheidungen eingeengt und finanziell zusätzlich belastet würden.
Zuhörer bemängeln gestiegene Kriminalität
Thematisiert wurde auch die Innere Sicherheit. So kam aus den Reihen der Zuhörer der Hinweis, dass in den letzten zwei Monaten allein in Levern die Zahl der Einbrüche erheblich angestiegen sei. Die Zahl der Einbruchsversuche würden von den Betroffenen häufig aus Frust nicht mehr gemeldet, so der Zuhörer. Ratsherr Dietmar Meier bestätigte die Zunahme von Einbrüchen, besonders in Stemwede. Laut der aktuellsten Statistik beträgt hinsichtlich der Wohnungseinbrüche die dabei entstandene Schadenssumme in Minden-Lübbecke rund 2,2 Millionen Euro – soviel wie sonst nirgendwo in OWL. Bianca Winkelmann sagte ganz klar: “Wir müssen zwar ganz NRW sehen, aber die hiesigen Abgeordneten haben die Interessen vor Ort zu vertreten. Das ist für mich selbstverständlich.“